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Neurootologische Krankheiten (Hörsturz etc.) und Lähmung des Gesichtsmuskelnerven, Hirnnerven

Neurootologische Krankheiten (Hörsturz etc.)  und Lähmung des Gesichtsmuskelnerven, Hirnnerven

Ein Hörsturz ist ein plötzlicher meist einseitiger Innenohrhörverlust in unterschiedlichem Ausmaß. Der Betroffene kann Druck in einem Ohr, ein dumpfes Gefühl zusammen mit einem mehr oder weniger wahrgenommenem Hörverlust verspüren. Oft beklagt er auch ein Ohrgeräusch (Tinnitus), manchmal steht dieses auch Vordergrund. Manchmal geben diese Patienten auch ein Schwindel -Gefühl an.

diskutierte Ursachen des Hörsturzes/Tinnitus

virale und /oder bakterielle  Infektionen

Stoffwechselstörungen der Hörschnecke

Lärmeinwirkung als kurzfristiger und extrem laute  und zu lange anhaltende laute Beschallung

Durchblutungsstörung durch zu dickes Blut (Sludgephänomen oder Gefäßverengung-spasmen)

Stress

 

Schwindel:

Der Schwindelnerv und der Hörnerv liegen im Kopf sehr eng beieinander, was dazu führen kann, daß Symptome beider Nerven oft parallel auftreten können.

Wie beim Hörsturz sind die Ursachen mit Ausnahme des Lärms die gleichen (s.o) , v.a Infektionskrankheiten können plötzliche Schwindelanfälle auslösen .

Darüberhinaus können auch Erkrangungen des Nackens und der Halswirbelsäule (HWS) (z.B. nach Trauma, Schleudertrauma, Sitzberufe mit chronischer Fehlhaltung der HWS)  Schwindelsymptome auslösen. Selten sind die Nasennebenhöhlen die Ursache (sinugener Schwindel).

 

Facialisparese (Gesichtsmuskelnervlähmung)

entspricht einer meist schnell auftretenden ( nicht plötzlich) Lähmung der mimischen Muskulatur durch Betroffenheit eines oder mehrer Äste des Gesichtsmuskelnerven (Nervus facialis) . Auch hier sind es - soweit bekannt-  die genannten krankhaften Umstände wie Minderdurchblutung, Stress und v.a. virale und bakterielle Infektionen, die an diesem Hirnnerven negativ arbeiten.

 

Therapeutische Optionen:

Nichts tun - wie leider heutzutage oft angeraten, weil die gesetzlichen  Krankenkassen bewährte Therapien nicht mehr bezahlen wollen,ist meist die schlechteste Therapieform.

Nach den wissenschaftlich gestützten Leitlinien der Gesellschaft für HNO-Heilkunde werden diese neurootologischen o.g.  Krankheitsbilder  nach entsprechender Diagnostik  mit Infusionen  behandelt:  die anderenorts - aus Kostengründen- angebotenen orale Therapien reicht aufgrund der zu niedrigen verabreichbaren  Dosis  meist nicht aus . Zudem hat sich,zumindestens empirisch, die anfängliche Infusionstherapie mit hohen Dosen der zu verabreichenden Inhaltsstoffe bewährt. So können die o.g. Entzündungsprozesse an den Hirnnerven z.B. mit relativ hohen Dosen an Steroiden meist gut schon mit 3-5 Infusionen behandelt werden. Den Infusionen werden multiple Mikronährstoffe in gelöster Form zugesetzt, einerseits um Nebenwirkungen des Cortisons (freie Radikale-Bildung) gleich abzupuffern, manche Stoffe wie z.B. hochdosiertes Vitamin C (Radikalfänger)  muß dabei getrennt verabreicht werden. Andererseits haben diese verschiedenen Mikronährstoffe auch defizitausgleichende Wirkung und führen zur verbesserten Widerstandsfähigkeit des Organs und des Körpers und damit zur Verbesserung der Sellbstregulation.

Nach den Infusionen- die täglich mit einer anderen Mikronährstoffzusammensetzung verabreicht wird- kann bei Bedarf mit einer oralen Therapie ( also Tabletten und Kapseln) wobei hier das Coenzym Q 10 u.a. nicht fehlen sollte.

Weitere Therapieoptionen:

Manualtherapie v.a. bei HWS-Beteiligung, Akupunktur v.a. zusammen mit chinesischen Heiltees (Dekokte) und Neuraltherapie, Scenartherapie .

Relativ neu ist die sog. Intratympanale Cortisontherapie ITC (unverständlicherweise auch keine Kassenleistung), die im Anschluß an eine Infusionstherapie oder weil diese nicht möglich ist (schlechte Venenverhältnisse, schwere Zuckerkrankheit oder leicht entgleisender Bluthochdruck) durchgeführt wird. Der Hauptbestandteil Cortison wird im Abstand von 2-3 Tagen durch das Trommelfell in das Mittelohrinjeziert, von wo es über die Rundfenstermembran an den Zielort Innenohr per Diffusion gelangt. (Indikation für Hörsturz, off label use bei Tinnitus). 

Viele neurootologische Erkrankungen wie z.B. die Lärmschwerhörigkeit oder eine Innenohrstörung nach einem Unfall mit Kopfverletzung  sind zu begutachten; in dieser HNO-Praxis werden für die Berufsgenossenschaften und die Sozialgerichte Begutachtungen incl. der hierfür erforderlichen Testungen vorgenommen.

Zu beachten ist folgendes :

die Meinungen zur optimalen Therapie gehen weit auseinander, die unverständliche Haltung der gesetzlichen Krankenkassen (die privaten Kassen übernehmen die Kosten) Kosten für eine Schulmedizin ( Infusionen mit Cortison und die Intratympanale Cortisontherapie) nicht zu übernehmen, trägt zur Verwirrung der Patienten aber auch der Mediziner sicherlich bei.

Beurteilen Sie Ihren Arzt nicht nach den Kosten, die er für solche Therapien  verlangen muß, sondern nach Ihren Beschwerden und nach dem Vertrauen , das Sie zu Ihrem Arzt haben. Die Lehrmeinung empfiehlt eindeutig die Infusionen, hiebei zugesetzte Mikronährstoffe machen die Sache kaum teurer. 

 

 

 

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